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Videos jetzt auch nach Komponistennamen sortiert

Alle Liederabende auf Haus Stapel werden mit jeweils drei Videolivemitschnitten dokumentiert. Von 2011 bis 2018 ist so inzwischen eine stattliche Sammlung enstanden. Dazu kommen noch einige Klaviermitschnitte und die Zusammenstellung von Liedern, die unter dem Gesichtspunkt der Rarität und des Repertoirewerts interessant sind.

 

Neben den Zugriffsmöglichkeiten "Chronologie", "Lied-Raritäten" und "Gastkünstler" (s. o. Menüpunkt "Konzerte/Videos") werden jetzt alle Videos auch nach Komponistennamen alphabetisch sortiert aufgelistet. Auf der Seite "Konzert/Videos/alphabetisch" in der Menuleiste klicken Sie einfach auf die einzelnen Titel.


Neuste Zeitungs-Rezension

Rezension unseres letzten Liederabendes "Bella Italia" am 8. und 9. September in den Westfälischen Nachrichten:

Liederabende auf Haus Stapel mit Sopranistin Heike Hallaschka und Pianist Clemens Rave

 

Mitreißendes Musikerlebnis

 

Mit einem Liederabend der ganz besonderen Art verwöhnten die Sopranistin Heike Hallaschka und der Pianist Clemens Rave in gleich zwei ausverkauften Konzerten die Musikliebhaber im Festsaal des Wasserschlosses Haus Stapel. War man bei strahlendem Sonnenschein zuerst am „Tag des Offenen Denkmals“ über das Gelände des Wasserschlosses promeniert, so wurde man danach von den beiden Künstlern entführt in das „Land, wo die Zitronen blühn“.

 

Wie Schlossbesitzerin Mechthild Freifrau Raitz von Frentz in ihrer Begrüßung betonte, passt dieser Titel wohl bestens zum Haus Stapel, das mitseinem Ambiente für eine italienische Atmosphäre wie geschaffen ist.Mit Akribie und Feinsinn hatten Heike Hallaschka und Clemens Rave ein ganz facettenreiches Programm zusammengestellt, bei dem sicherlich jeder Musikliebhaber sein persönliches „Lieblingslied“ wiederfindenkonnte.

 

Dabei ging es quer durch die Jahrhunderte vom Glanz der Renaissance eines Claudio Monteverdi über die großen romantischen Gefühle bei Robert Schumann und Franz Schubert bis zu neapolitanischem Flair des Eduardo Di Capua. „Bella Italia“ hat die Menschen immer schon fasziniert und so ist dieses Konzertwochenende sicherlich einer der Höhepunkte in der renommierten Reihe der Liederabende auf dem Wasserschloss Haus Stapel.

 

 

Die Einflüsse des italienischen Lebensgefühls auf die Komponisten zeigten sich schon beim ersten Werk, der „Arie der Susanna“ aus „Le nozze di Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Dabei wusste Clemens Rave kunstvoll einen orchestralen Klang auf dem Knake-Flügel zu zaubern, auf dem sich die warm timbrierte Stimme von Heike Hallaschka glanzvoll entfalten konnte. Wenn die Arie der Lauretta „O mio babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini erklang, genoss man diese gefühlvoll gestaltete Melodie.

 

 

Natürlich durfte im Reigen der allseits bekannten Lieder auch das „Caro mio ben“ von Guiseppe Giordani nicht fehlen, das wohl jedem Musikliebhaber ebenso wie das „O Sole Mio“ von Eduardo Di Capua durch unvergessene Aufnahmen von Luciano Pavarotti bekannt ist. Heike Hallaschka schaffte es, solch jedem Zuhörer vertrauten Lieder mit ganz eigenem Charme zu singen. Die Zuhörer erlebten sie in einer ganz intimen und zu Herzen gehenden Ausführung.

 

 

Zwischen den Liedern hatte Clemens Rave zwei pianistische Intermezzi eingefügt, wobei er aus den Oeuvres von Giachino Rossini die „Quelques riens pour piano Nr. 2, 6 und 8“ gewählt hatte. Hierbei spürte man die Nähe der Kompositionen zur musikalischen Sprache der Oper, hatte Rossini sehr effektvoll pianistische Finessen in ein bravouröses Gewand gekleidet. Dabei konnte Clemens Rave dann seine solistische Virtuosität und Spielkunst bestens einbringen. Man war fasziniert von diesen anspruchsvollen und wohl den meisten Zuhörern unbekannten Werken.

 

 

Für Begeisterung sorgten die beiden Künstler bei dem temperamentvollen „Danza tarantella napoletana“ von Giaccino Rossini und bei „Vaga luna“ von Vincenzo Bellini. Und mit dem „Funiculi, funiculà“ von Luigi Denza präsentierten Heike Hallaschka und Clemens Rave ein glanzvolles Finale.

 

 

Mit „Bella Italia“ wurde dem begeisterten Publikum im Haus Stapel ein mitreißendes Musikerlebnis geschenkt, bei dem sich künstlerisches Niveau und Unterhaltungswert bestens ergänzten. (Axel Engels)